Numerologie allgemein

Nicht umsonst sagen wir "nomen est omen": Buchstaben und Zahlen haben bestimmte Schwingungen und somit entfalten sie Wirkung. Früher wurden Kinder nach dem/der Heiligen genannt, an dessen Festtag sie geboren oder getauft wurden. Somit sollten die besonderen Merkmale und Tugenden des/der betreffenden Heiligen das Kind prägen. Ordenleute nehmen bei Eintritt ins Kloster einen neuen Namen an und wechseln somit ihre Identität, Künstler suchen sich ein Pseudonym - schließlich schlüpfen sie ja in eine andere Rolle, usw.

Im Mittelalter wurden Kirchen nach numerologischen Gesichtpunkten gebaut, die Gestaltung von Krönungsinsignien danach ausgerichtet u.v.m. Nehmen wir als Beispiel den Wiener Stephansdom: 3 = die Zahl des Göttlichen, 4 = die Zahl des Irdischen, der Materie, zusammengerechnet ergeben sie 7 =  eine mystische Zahl. Der Dom ist 333 Fuß lang, der vollendete Südturm ist 444 Fuß hoch, 343 (= 7 x 7 x 7) Stufen führen zur Türmerstube im Südturm, am Kanzelaufgang befinden sich abwechselnd gotische Dreipass- und Vierpassmotive, usw.

Schon Pythagoras (ca. 570 - 510 v. Chr.) entwickelte ein System zur Zuordnung von Buchstaben und Zahlen, das in der Folge eine numerologische Interpretation ermöglicht. Diese "pythagoreische Methode" dient auch als Grundlage meiner Berechnungen.